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Federgeflüster

ein Gedicht im Zyklus der schwarzen Mühle
von

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...

Gekrächze draussen, vor dem Fenster Schnee...

Die Elfe zieh´n als Raben ihre Bahnen.

Als ich als Bettler um mein Brot gefleht,

konnt ich was auf mich lauert´ nur erahnen...
 

Vor einem Jahr geschah´s, da mich ihr Ruf

gelockt und in die Mühle hat getrieben.

Und da der Meister Träume in mir schuf,

so süße!, bin ich träumend hier geblieben.
 

Gewiss, es war die Arbeit wohl sehr hart,

und ohne Tonda wär ich längst erfroren,

doch hat sich mir erst heute offenbart:

Der erste Schritt - und meine Seele war verloren...
 

Wieder krächzen draussen meine Brüder,

der Herr Gevatter bringt die Knochen mit.

Die Elf, sie schütteln eifrig das Gefieder,

und steh´n als Burschen gleich mit festem Tritt.
 

Der Meister hilft, der Neumond ist ihm heilig,

denn seine Lebensuhr tickt länger jetzt.

Die Andern hetzen, und sie schuften eilig,

es stirbt, wer sich dem Müller widersetzt...
 

Ich sitz hingegen hier und denke nach.

An deine Stimme, dein liebes Gesicht!

Doch kann ich Worte formen tausendfach,

dein Herz, dem sie gehören, hört sie nicht...
 

Geliebte! Immer höre ich dein Lied!

Und magst du ewig in der Ferne sein!

Versprochen ist, was bis dahin geschieht:
 

Befreie mich... und ewig bin ich dein!



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Kommentare zu diesem Kapitel (2)

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Von:  Chai-Cherry-Tea
2010-12-14T16:08:09+00:00 14.12.2010 17:08
Gute Umsetzung zur Krabatthematik :D
Von: abgemeldet
2010-08-19T10:45:38+00:00 19.08.2010 12:45
schön!!!!!!
passt super zu dem Buch, lässt sich leicht lesen und ist interessant geschrieben!
Weiter so!
Lg,
Kaiyako


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