Nameless Liberty von Kyo-Kyo ================================================================================ Kapitel 1: Langeweile --------------------- Jeder Tropfen des kalten Regens schien die Wunde nur noch tiefer zu reißen. Kalt und elendig war es. Was hatte er nur getan? Die Welt schien nach und nach vor seinen Augen zu zerbrechen. Alleine im Dunkeln. Ja so lag er dort, schluchzend und verzweifelt. Was hatte er nur getan? War das alles seine Schuld gewesen? Alles eine Illusion? Mir war langweilig, wie es doch häufiger vorkommt. Ich rollte mir auf dem Sofa herum und starrte auf den Fernseher. Mein Gott war das Programm spannend. Ich hatte wieder einmal das Gefühl um zu kommen vor Spannung. Doch das Klingeln des Telefons riss mich dann doch aus meinem Dämmerschlaf zwischen Traum und Fernsehprogramm. “Moshi moshi?” Am anderen Ende erklang eine mir gut bekannte Stimme. Ja mein bester Freund hatte sich soeben gemeldet. Ob es das Ende meines Spannenden Fernsehabends bedeutete? Ich hoffte es inständig. Ein Lächeln legte sich auf meine Lippen, als er von einer Bar am anderen Ende der Stadt erzählte, welche erst vor kurzem neu aufgemacht hatte. Wenn es um so etwas ging konnte man sich auf ihn verlassen. “Und Teru Lust mit zu kommen?” Ich nickte eifrig auf die Frage, welches er natürlich nicht sehen konnte und hängte noch schnell ein “Hai!” hinten an. Es benötigte nicht mehr vieler Worte, denn wir beide kannten uns scheinbar schon eine Ewigkeit. Er war sicherlich der einzige Mensch dem ich so vertraute. Er erfuhr alles von mir. Wir hatten keine Geheimnisse voreinander, oder? Ich hechte ins Bad, schließlich konnte ich mich in diesen Gammelsachen draußen nicht sehen lassen. Schnell geduscht und einige Klamotten aus dem Schrank befördert. Ich wusste einfach nicht was ich anziehen sollte, wie so oft. Ich entschied mich dann aber doch für eine schwarze Hose und ein weißes, leicht gerüschtes Hemd. Meine Haare, welche Momentan in Silber mit einer schwarzen Strähne am Pony strahlten. Kaum waren die Haare in Form gebracht und die Augen mit Kajal betont, da klingelte es auch schon an der Tür. Ja das passte zu ihm. Pünktlich wie ein Uhrwerk. Ich nahm mir noch eine Jacke und rauschte dann auch schon zur Tür, denn ich wusste wie wenig er es leiden konnte, wenn er warten musste. Nein warten war nicht wirklich seine Stärke. Ich riss die Tür auf und strahlte den Mann vor dieser an. Ich freute mich wahnsinnig aus der Wohnung heraus zu kommen. Er schenkte mir ein warmes Lächeln und ich zwinkerte ihm zu. “ Komme sofort Uruha nur eben noch die Schuhe…” Und schon war mein Kopf auch schon in dem Schuhschrank verschwunden, denn die richtigen Schuhe machten schon das halbe Outfit aus. Währenddessen stand der große blonde Mann schweigend an der Tür und beobachtete mich. Ja wir kannten uns wirklich gut, doch in seinem Blick schien etwas zu liegen, was ich nie gesehen hatte. Etwas… rätselhaftes. Nachdem ich dann endlich auch die Schuhe an hatte, schloss ich die Tür ab und wir machten uns auf den Weg. Er sah wie immer gut aus, in seinem schwarzen, doch auffälligen Dress, hier und da ein wenig Haut zeigend. Ja ich freute mich auf den Abend und auf den Spaß, den wir beide sicher wieder haben würden, doch ich ahnte nicht, dass es noch weit aus interessanter werden würde, als angenommen. _____________________________________________________________________ So das war nun vorerst von mir. Wenn es euch gefallen hat, lasst einen Kommi da, dann schreib ich auch schnell weiter. Kritik bitte auch hierher x3 *Kekse geb* Kyo Kapitel 2: Night out -------------------- Ja vielleicht war ich einsam. Oder ich fühlte mich so, ich weiß es nicht. Friedlich lief ich neben Uruha her und freute mich auf den Abend. Ich war die Woche viel alleine gewesen, wenn ich nicht grade auf der Arbeit war. Doch so richtig aufheitern konnte die mich auch nicht. Es war langweilig und eintönig. Nach einer kurzen Zugfahrt kamen wir dann an der Bar an. Der wunderbare Name “Nameless Liberty” zierte sie. Ich zuckte nur mit den Schulte, als ich es las. Naja die Namen waren sicher auch schon mal besser gewesen. Aber irgendwo waren diese Schuppen doch alle gleich. Uruha zögerte nicht lange und schon waren wir im Gewimmel der Massen verschwunden. Ich konnte kaum erkennen, wie der Laden denn nun aussah, denn überall tanzten, standen und saßen Menschen. Schlecht schien es hier also nicht zu sein. Uruha bedachte mich mit einem prüfenden Blick und ich nickte ihm zu. Ja hier konnte man bleiben, so weit ich das jetzt beurteilen konnte. Der andere zog mich zu sich und schubste mich mit einem Grinsen weiter in die tanzende Menge hinein. Die Musik war laut und schnell. Wir tanzten wie wir es oft taten. Seine blonden Haare flogen umher und seine Kleidung ebenso. Hier und da konnte man einen Blick auf seine nackte Haut erhaschen. Ja er wusste wie er seine Reize einzusetzen hatte. Und das blieb auch von anderen nicht unbemerkt. Der ein oder andere war ihm schon verfallen, doch lange hielt es nie. Wieso, wusste ich auch nicht. Einige waren wirklich nett gewesen und schienen ihm alles nachtragen zu wollen. Vielleicht wollte er das auch nicht? In letzter Zeit hatte ich gar nichts mehr von neuen Eroberungen gehört. Ob er etwa momentan keinen hatte? Kaum vorzustellen… Er zog mich am Ärmel in Richtung Bar und murmelte etwas von “ Komm ich geb dir einen aus.” Kaum waren wir aus der Menschenmenge mehr oder weniger wieder aufgetaucht, wollte ich ihn nach seinen neusten Errungenschaften fragen, doch da geschah es. Es russte und knirschte ganz seltsam, da saß ich auch schon auf dem Boden. Mein Blick fiel auf ein Paar schwarze Schuhe, wanderte über die weiße Hose und ein lockeres Shirt weiter nach oben, bis ich schließlich an einem etwas verdattert schauenden Gesicht mit wild abstehenden rot-schwarzen Haaren. Ich war noch immer irritiert und starrte diesen fremden Mann an, da streckten sich mir schon zwei Hände entgegen. Die eine gehörte Uruha die andere dem Fremden, in den ich soeben hineingerannt war. Wie hypnotisiert ergriff ich seine Hand und ließ mich von dem Fremden hochziehen. Uruha nahm seine Hand wieder zurück und beobachtete das Spektakel. “Uhm mhm netto tu…tut mir leid ich habe dich wirklich nicht gesehen…” begann ich und sah verlegen zu Boden. Das war nun wirklich peinlich gewesen. Er lächelte mir zu und schüttelte den Kopf. “Mit so einer Schönheit zusammen zu stoßen ist mir eine Ehre.” sagte er schmeichelnd und ich lief auch prompt rot an. “Und mhm wie kann ich das wieder gut machen?” ich sah hinab auf ein zerbrochenes Glas und einen verschütteten Drink. “Vielleicht mir Gesellschaft leisten?” Ich sah zu Uruha, der die ganze Zeit schweigend dagestanden hatte. Schließlich war ich ja mit ihm hier. “Dein Freund kann natürlich auch mitkommen.” dabei deutete er auf eine noch fast freie Sitzecke mit zwei weiteren Personen an dieser. Mein bester Freund zuckte nur mit den Schultern und sah nicht ganz so begeistert aus, was mir in diesem Moment jedoch kaum auffiel. Der rothaarige war inzwischen wieder in Richtung Bar verschwunden und kam mit drei Cocktails wieder, die er uns jeweils in die Hand drückte. “Kommt.” Und so schoben wir uns hinter ihm her durch die Menge und ließen uns mit einem Nicken bei den anderen nieder. Ich sah etwas verlegen auf den Tisch. So viele Menschen waren mir doch irgendwie nicht geheuer. Da wendete sich der Fremde, mit dem ich kurz zuvor zusammen gestoßen war wieder an mich und hielt mir die Hand hin. “Hei ich bin übrigens Közi.” Ich sah ihn mit großen Augen an und ergriff dann die Hand. “Teru…” murmelte ich und nickte leicht. Er lächelte mir weiter zu und schob mir dann meinen Cocktail hin. Ich lächelte dankbar und nahm einen großen Schluck. Ja das war schon irgendwie ein Schock gewesen. Közi und seine Freunde witzelten und machten Blödsinn und ich lachte. Nein ich bemerkte nicht, dass Uruha mit gedankenverlorener Miene daneben saß und kaum auf die Späße reagierte. Közi spendierte mir noch den ein oder anderen weiteren Drink, den ich auch gerne annahm. Langsam merkte ich, wie mir doch etwas schwummrig wurde. Die hübschen Augen des noch recht Fremden schienen auf mir zu ruhen und ich giggelte leise vor mich hin. Leise Komplimente flüsterte er mir zu. So charmant war er… Dieser Abend war wirklich einmal anders, als all die anderen alltäglichen. Doch auch irgendwann sollte dieser Abend zu Ende sein. Ich spürte, wie der Alkohol mich langsam benebelte. Uruha erhob sich und stupste mich an. “Komm Teru wir gehen nach Hause.” Ich sah ihn an und schüttelte den Kopf. “Es ich grad so lustig!”, murrte ich und sah ihn strafend an. Einen von den Beiden halt… Doch er blieb hartnäckig und zog mich auf die Beine. Ich schwankte etwas und zog einen Schmollmund. Ja es war eindeutig zu viel gewesen… Közi sah von seinem Gespräch auf. “Geht ihr schon.” Ich brachte ein Nicken zu Stande, schwieg aber lieber. Er erhob sich und steckte mir eine Karte zu. “Währe schön wenn wir uns wieder sehen würden.” Dabei schenkte er mir so ein verführerisches Lächeln, dass ich beinahe dahin geschmolzen wäre. Auf der Stelle. Doch Uruha wusste das zu verhindern und brachte mich aus dem Laden. Wirklich erfreut schien er nicht zu sein. In diesem Moment machte ich mir jedoch keine weiteren Gedanken darüber. Ich wurde wieder in die Bahn verfrachtet wo ich meinen Kopf an die Schulter des Blonden lehnte und schon einschlief. Ob es eine schicksalhafte Begegnung war? Als ich wieder aufwachte, lag ich in meinem Bett, Hose, Schuhe und Hemd ordentlich neben meinem Bett zusammengefaltet, zugedeckt und friedlich. Ich sah mich irritiert um und richtete mich auf. Auf dem Nachttisch stand schon ein Glas Wasser und eine Tablette gegen die Kopfschmerzen. Ich musste lächeln. Ja Uruha war wirklich zu gut. Die Kopfschmerzen machten sich erst nach und nach bemerkbar und so griff ich nach dem Wasserglas und der Tablette. Mein Blick fiel auf die Karte, die ebenfalls auf dem Tisch lag. Sie schien ein wenig mitgenommen zu sein, als wäre sie schon einmal zerknüllt worden. Rasch griff ich danach und besah sie mir genauer. Sie war von diesem Közi. Unschlüssig saß ich mit der Karte im Bett und starrte sie an. Was sollte ich tun? Erst einmal aufstehen und mich fertig machen nicht? Ich legte die Karte wieder beiseite und stand dann auf, ging ins Bad und richtete mich ein wenig wieder her. All zu viel Mühe gab ich mir nicht, etwas besonderes hatte ich ja doch nicht vor. Nachdem ich vor dem Fernseher gegammelt hatte und der Tag so allmählich im Sande verlief, fiel mein Blick wieder auf die Karte neben meinem Bett. Noch immer wusste ich nicht genau was ich tun sollte, doch griff ich kurz entschlossen zum Telefon. ________________________________________________________ So da sinwa nun~ vielen dank an alle die das hier lesen udn noch mehr dank an die die es auch noch kommentieren x3 Kyo Hosted by Animexx e.V. (http://www.animexx.de)